Planung und Anbindung eines Neubaus mittels Horizontalfördertechnik

Unser Mandant ist führender Hersteller von Pharmaprodukten.

Das Mandat umfasste die komplette Planung der Anbindung eines Neubaus mittels Horizontalfördertechnik. Die im Projekt vorgesehene Anbindung stellt eine Erweiterung des bestehenden Materialfluss-Systems des Kunden für Europaletten dar. Die Erweiterung musste folglich auf das bestehende System abgestimmt werden.

Das Mandat wurde in vier Haupt-Bereiche unterteilt: 

  • Grobkonzept 
  • Variantenauswahl und Detailkonzept 
  • Ausschreibung
  • Detailplanung

Die Realisierung sowie die Inbetriebnahme sind nicht Bestandteil dieses Mandats und werden in einem Folgeprojekt umgesetzt.

In der Grobkonzept-Phase wurden die bestehenden Ausführungen aus übergeordneten Konzepten und Strategien aufgenommen und grobe Konzeptvarianten für die Erschliessung des Neubaus erstellt. 

Die Beurteilung und die Auswahl der Varianten erfolgte durch den Auftraggeber. InterLog Management stand bei diesem Schritt beratend zur Seite. Die Anbindung des Neubaus mittels Fördertechnik war die bevorzugte Variante, welche in der Detailphase weiter ausgearbeitet wurde. Es war auch diese Variante, auf welcher die komplette Ausschreibung der Anlage basierte.

Die Betreuung der Lieferanten, die Beantwortung von technischen Fragen sowie die Aufbereitung und den technischen Vergleich der eingegangenen Angebote waren die Bestandteile der Ausschreibungs-Phase. 

Die Detailplanung wurde aufgrund von kundeninternen Entscheidungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Bei diesem Mandat handelt es sich um die Planung einer Fördertechnik-Anlage, welche beim Kunden im operativen Betrieb eingesetzt wird. Die Anlage soll vor Inbetriebnahme des Neubaus realisiert werden – es handelt sich also nicht um einen Umbau in laufendem Betrieb.

Die laufenden Betriebskosten, die Anlagenleistung sowie die Prozesssicherheit waren die ausschlaggebenden Argumente für eine vollautomatische Anbindung. Da sich im Tunnel, in welchem sich die Anlage befinden soll, neben Fördertechnik für Paletten auch Stapler und Personen verkehren, musste dem Kreuzungsverkehr zwischen Stapler bzw. Personen und der Fördertechnik ein besonderes Augenmerk geschenkt werden. Eine Freifläche für den Durchgang von Staplern und Personen wird mittels einer Querverschiebe-Einheit realisiert, welche mit der notwendigen Sicherheitstechnik ausgerüstet ist, um Kollisionen zu vermeiden.

Neben der Anbindung mit Fördertechnik wurden auch die Variante Palettentransport mit Stapler sowie die Variante Erweiterung der bestehenden FTS-Anlage (Führerloses Transportsystem) in Betracht gezogen. Obwohl bei der Anbindung mit Fördertechnik die Investitionskosten am höchsten sind, zahlen sich diese rasch durch hohe Prozessleistung, Prozesssicherheit sowie niedrige Betriebskosten wieder aus.