Wie lassen sich Kapazitäten erhöhen, Prozessstabilität verbessern und gleichzeitig die Abhängigkeit von personellen Ressourcen reduzieren? Vor dieser Herausforderung stand auch ein Logistikstandort, dessen zukünftige Entwicklung im Rahmen eines umfassenden Automatisierungsprojekts neu gedacht wurde.
InterLog Management begleitete das Vorhaben von der Analyse der Ausgangssituation über die Entwicklung eines belastbaren Zielkonzepts bis hin zur Ausschreibung und Auswahl des Systemintegrators. Der Fachbericht zeigt, wie aus einer strategischen Vision ein vergabefähiges Automatisierungsprojekt entstand und welche Rolle ein strukturiertes Vorgehen für Investitionssicherheit und nachhaltigen Projekterfolg spielt.
Klare Ziele für mehr Leistung, Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit
Die Entwicklung eines Zielbilds, das Wachstum ermöglicht, Mitarbeitende entlastet und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig stärkt.
Um den Logistikstandort langfristig auf steigende Anforderungen vorzubereiten, entwickelte InterLog Management gemeinsam mit dem Kunden ein zukunftsfähiges Zielbild für die Intralogistik. Ausgangspunkt war die umfassende Analyse bestehender Prozesse, Materialflüsse, Flächenstrukturen und betrieblicher Rahmenbedingungen, um Potenziale, Engpässe und zukünftige Anforderungen transparent zu machen.
Im Fokus stand dabei nicht die Einführung einzelner Automatisierungstechnologien, sondern die gezielte Weiterentwicklung des gesamten Logistiksystems. Die neue Lösungsarchitektur sollte die Leistungsfähigkeit des Standorts erhöhen, Mitarbeitende von körperlich belastenden und manuellen Routinetätigkeiten entlasten sowie die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum schaffen. Gleichzeitig galt es, Prozessrisiken zu reduzieren, Materialflüsse transparenter zu gestalten und die operative Steuerbarkeit nachhaltig zu verbessern.
Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse entwickelte InterLog Management ein integriertes Gesamtkonzept, das Prozessoptimierung, Automatisierung, Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit miteinander verbindet. Das daraus entstandene Zielbild ermöglicht eine Kapazitätssteigerung von rund 25 Prozent ohne zusätzlichen Personalaufbau und schafft die Voraussetzungen für bis zu 230 automatisierte Transporte pro Stunde. Damit wurde die Grundlage für eine leistungsfähigere, skalierbare und langfristig wettbewerbsfähige Intralogistik geschaffen.
Strukturiertes Vorgehen als Grundlage fundierter Investitionsentscheidungen
Durch datenbasierte Analyse, digitale Planung und Variantenbewertung werden Risiken reduziert und Entscheidungsgrundlagen belastbar geschaffen.
Zu Beginn stand die strukturierte Aufnahme der Ausgangssituation. Dabei wurden die relevanten Prozessschritte vom Wareneingang über Lagerung, Prüfung, Kommissionierung und interne Transporte bis zum Warenausgang betrachtet. Neben Mengen- und Leistungsanforderungen wurden auch Flächenrestriktionen, Schnittstellen, Sicherheitsanforderungen, manuelle Tätigkeiten und potenzielle Engpässe analysiert.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die Erstellung eines digitalen Zwillings des Standorts in Demo3D. Dadurch konnten unterschiedliche Entwicklungsszenarien frühzeitig visualisiert, bewertet und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Leistung, Flächenbedarf und Materialfluss analysiert werden. Potenzielle Risiken und Abhängigkeiten wurden bereits in der Konzeptphase sichtbar und konnten vor einer Investitionsentscheidung berücksichtigt werden.
Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickelte InterLog Management verschiedene Zielvarianten und führte diese gemeinsam mit dem Kunden zu einer belastbaren Gesamtlösung zusammen. So entstand eine fundierte Entscheidungsgrundlage, die technische Anforderungen, wirtschaftliche Aspekte und zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten gleichermaßen berücksichtigt.
Von der Entscheidungsgrundlage zur erfolgreichen Vergabe
Ein strukturierter Ausschreibungs- und Auswahlprozess schafft Transparenz, Investitionssicherheit und Vergleichbarkeit der Lösungsansätze.
Nach der Festlegung des Zielbilds wurde das entwickelte Konzept in konkrete Ausschreibungsunterlagen überführt. Ziel war es, eine belastbare Grundlage für die Auswahl des geeigneten Systempartners zu schaffen und gleichzeitig maximale Vergleichbarkeit der eingehenden Angebote sicherzustellen.
InterLog Management entwickelte hierfür die technischen und kaufmännischen Ausschreibungsunterlagen, definierte Leistungsparameter, Schnittstellenanforderungen und Bewertungslogiken und erstellte parallel eine unabhängige Kosteneinschätzung. Dadurch entstand ein transparenter Vergabeprozess, der sowohl technische als auch wirtschaftliche Aspekte objektiv vergleichbar machte.
Im anschließenden Auswahlverfahren wurden die eingegangenen Angebote anhand klar definierter Kriterien bewertet. Neben den Investitionskosten standen insbesondere Leistungsfähigkeit, Umsetzbarkeit, Schnittstellenkompetenz, Zukunftsfähigkeit der Lösung sowie potenzielle Projektrisiken im Fokus. Ergänzende Referenzbesuche lieferten zusätzliche Einblicke in den praktischen Betrieb vergleichbarer Anlagen und erhöhten die Entscheidungssicherheit.
Auf Basis dieser strukturierten Vorgehensweise konnte eine fundierte und nachvollziehbare Auswahlentscheidung getroffen, ein geeigneter Systemintegrator identifiziert und die Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung des Automatisierungsvorhabens geschaffen werden.
Technologie gezielt eingesetzt für messbaren Mehrwert
Automatisierung dort, wo sie Produktivität steigert, Materialflüsse stabilisiert und Mitarbeitende nachhaltig entlastet.
Das entwickelte Zielkonzept verbindet mehrere aufeinander abgestimmte Technologien zu einem integrierten Materialflusssystem. Ziel ist nicht die Automatisierung einzelner Prozessschritte, sondern die Schaffung eines durchgängigen, skalierbaren und zukunftsfähigen Logistiksystems. Vorgesehen sind eine ergonomische und teilautomatisierte Containerentladung mit Teleskopförderern und Vakuumhebern, Palettenprüfanlagen, eine Leerpalettenprüfanlage, automatisierte Wickeltechnik, fahrerlose Transportfahrzeuge, ein automatisiertes Schmalganglager sowie eine leistungsfähige A‑Artikel-Kommissionierung und automatisierte Ganzpalettenbereitstellung für den Warenausgang.
Die eingesetzten Technologien adressieren gezielt die identifizierten Herausforderungen des Standorts. Die teilautomatisierte Containerentladung reduziert körperlich belastende Tätigkeiten, unterstützt ergonomische Arbeitsplätze und sorgt gleichzeitig für einen stabilen Materialfluss in die nachgelagerten Prozesse. Die automatisierte Palettenprüfung erhöht die Prozesssicherheit und schafft die Voraussetzung für einen störungsarmen Betrieb der nachfolgenden Automatisierungslösungen.
Fahrerlose Transportfahrzeuge übernehmen wiederkehrende und standardisierbare Transportaufgaben und entlasten damit die operativen Bereiche. Gleichzeitig schaffen sie die notwendige Flexibilität, um zukünftige Leistungssteigerungen oder Layoutanpassungen ohne grundlegende Eingriffe in die Materialflussstruktur umzusetzen. Das automatisierte Schmalganglager ermöglicht eine effiziente Nutzung der vorhandenen Flächen bei hoher Lagerdichte und reproduzierbaren Prozessen.
Ergänzend tragen die A‑Artikel-Kommissionierung sowie die automatisierte Ganzpalettenbereitstellung dazu bei, Durchsatz, Verfügbarkeit und Stabilität im Warenausgang nachhaltig zu erhöhen. In ihrer Gesamtheit bilden die Systembausteine die technologische Grundlage für die angestrebte Kapazitätssteigerung, eine höhere Prozessstabilität und die langfristige Zukunftsfähigkeit des Standorts.
Erfolgreiche Weichenstellung für die Umsetzung
Von der strategischen Vision zum vergabefähigen Projekt: Die Grundlage für die nächste Entwicklungsstufe des Standorts ist geschaffen.
Ausgehend von einer strategischen Zielsetzung hat InterLog Management gemeinsam mit dem Kunden ein belastbares Automatisierungskonzept entwickelt und zur Vergabereife geführt. Innerhalb des Projekts wurden die wesentlichen Grundlagen geschaffen, um die zukünftige Leistungsfähigkeit des Standorts gezielt auszubauen, Prozesse nachhaltig zu stabilisieren und weiteres Wachstum effizient zu unterstützen.
Über die Analyse der Ausgangssituation, die Entwicklung und Bewertung verschiedener Lösungsansätze sowie die Durchführung eines strukturierten Ausschreibungs- und Auswahlprozesses entstand ein technisch und wirtschaftlich abgesichertes Zielbild. Mit der Auswahl eines geeigneten Systemintegrators wurde ein entscheidender Meilenstein für die spätere Umsetzung erreicht.
In der bevorstehenden Realisierungsphase stehen nun die detaillierte Ausarbeitung der Systemarchitektur, die Schnittstellenplanung sowie die Koordination der beteiligten Gewerke im Fokus. Damit beginnt der Übergang von der Konzeptentwicklung zur schrittweisen Umsetzung der zukünftigen Automatisierungslösung.
Das Projekt zeigt, dass erfolgreiche Automatisierung weit über die Einführung einzelner Technologien hinausgeht. Erst das Zusammenspiel von Prozessen, Layout, IT, Betrieb und einer strukturierten Projektsteuerung schafft die Voraussetzungen für nachhaltige Produktivitätssteigerungen, höhere Skalierbarkeit und eine zukunftssichere Standortentwicklung. InterLog Management hat hierfür die Grundlage geschaffen, indem strategische Ziele in ein belastbares und vergabefähiges Gesamtkonzept überführt wurden.
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